Ein autonomer Roboter ist nur so leistungsfähig wie das Zusammenspiel seiner Komponenten. Kameras, Sensoren, Rechner, Kommunikationsschnittstellen und Stromversorgung müssen zuverlässig miteinander arbeiten. Deshalb setzen wir bei Invelogy nicht ausschließlich auf handelsübliche Elektronikmodule. Wir entwickeln auch eigene Hardware, die auf unsere Robotikplattformen abgestimmt ist.
Ende Juli 2026 sind neue, von unserem Team entwickelte Leiterplatten (PCBs) eingetroffen. Die ersten Platinen wurden bereits eingeschaltet, und die Integration in unsere Robotikplattform hat begonnen. Für uns ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer besser abgestimmten und langfristig erweiterbaren Systemarchitektur von Invelogy Patrol.
Eine zentrale Schnittstelle für viele Komponenten
Wer einen Roboter beobachtet, achtet meist auf seine Bewegung, seine Kameras oder seine autonomen Funktionen. Im Hintergrund müssen jedoch zahlreiche Geräte und Teilsysteme fortlaufend Informationen austauschen. Gerade bei einer wachsenden Plattform braucht diese Kommunikation eine durchdachte Struktur.
Unsere neuen Steuerplatinen sind als zentrale Schnittstelle für die Kommunikation zwischen Roboter und angeschlossenen Peripheriegeräten konzipiert. Sie sollen dabei helfen, Sensoren, Recheneinheiten und weitere Hardwarekomponenten über eine klar definierte Architektur zu integrieren.
Durch die eigene Entwicklung können wir zudem die räumlichen Anforderungen des Roboters berücksichtigen: die Position der Anschlüsse, die Kabelführung, die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten und den Platz für spätere Erweiterungen. So muss sich nicht die gesamte Konstruktion einer universellen Standardplatine unterordnen.
Warum wir eigene Elektronik entwickeln
Standardkomponenten sind besonders in frühen Prototypenphasen sinnvoll. Mit zunehmender Komplexität können sie bei Schnittstellen, Bauform und Integration jedoch Grenzen setzen.
Mit eigenen Leiterplatten gewinnen wir mehr Kontrolle über den Systemaufbau. Wir können definieren, welche Schnittstellen benötigt werden, wie Peripheriegeräte angeschlossen werden und wie Kommunikations- sowie Anforderungen an die Stromversorgung im Gesamtsystem berücksichtigt werden.
Damit verfolgen wir konkrete langfristige Ziele: eine einfachere Integration, bessere Wartbarkeit und mehr Spielraum für neue Funktionen, ohne jedes Mal große Teile der Hardware neu konstruieren zu müssen. Ob sich dadurch Leistung und Zuverlässigkeit tatsächlich verbessern, müssen die anschließenden Tests zeigen.
Vom Entwurf zur ersten Inbetriebnahme
Ein wichtiger Moment in der Hardwareentwicklung ist erreicht, wenn aus Schaltplänen und Layoutdaten eine echte Platine wird. Im begleitenden Video geben wir einen Einblick in diesen Schritt: Unser Team nimmt die neuen Leiterplatten in Augenschein und zeigt die Elektronik innerhalb der Robotikplattform.
Die erste Inbetriebnahme ist ein Meilenstein, aber noch kein Abschluss der Entwicklung. Danach müssen unter anderem die Kommunikation mit angeschlossenen Geräten, das Verhalten in unterschiedlichen Betriebszuständen und die Integration in das Gesamtsystem überprüft werden.
Solche Entwicklungszyklen sind entscheidend, um mögliche Schwachstellen früh zu erkennen und die Technik schrittweise auf den späteren Einsatz vorzubereiten.
Welche Rolle die Platinen bei Invelogy Patrol spielen
Invelogy Patrol verbindet mobile Robotik, Sensorik, künstliche Intelligenz und Software zu einem System für autonome Sicherheitsrundgänge. Dabei legen wir Wert auf eine Architektur, die verschiedene Komponenten sinnvoll integriert und unnötige Abhängigkeiten von einzelnen Hardwareanbietern vermeidet.
Die neuen Steuerplatinen sind ein Baustein dieser Strategie. Sie stehen nicht im Mittelpunkt der sichtbaren Roboterfunktionen, sind aber Teil der technischen Grundlage für ihre Weiterentwicklung. Denn hochwertige Sensoren allein reichen nicht aus: Entscheidend ist, wie zuverlässig sie in das Gesamtsystem eingebunden werden.
Aktuell arbeiten wir an der Integration und Erprobung der ersten Platinen. Weitere Ergebnisse werden wir veröffentlichen, sobald sie auf unseren Robotikplattformen überprüft wurden.
Entwicklung bedeutet, immer wieder zu verbessern
Hinter jeder Leiterplatte stehen zahlreiche technische Entscheidungen. Jeder Prototyp bringt neue Erkenntnisse und zeigt, welche Fragen noch beantwortet werden müssen. Genau dieser Prozess gehört für uns dazu, wenn aus einer Idee eine praxistaugliche Robotiklösung werden soll.
Sie beschäftigen sich mit Industrieautomatisierung, autonomer Robotik oder innovativen Sicherheitslösungen? Wir freuen uns auf den Austausch über mögliche Anwendungen und Kooperationen.