Invelogy ist jetzt offizieller Vertriebspartner von DEEP Robotics für die Slowakei und Tschechien. Damit erreichen wir einen wichtigen Meilenstein: Neben unserer eigenen Robotiksoftware und modularen Sensoraufbauten können wir Unternehmen in beiden Ländern nun auch eine robuste, industrietaugliche Roboterplattform anbieten – den DEEP Robotics LYNX M20.
Besonders überzeugt hat uns die Verbindung aus Rädern, beweglichen Beinen, widerstandsfähiger Konstruktion und vielfältigen Integrationsmöglichkeiten. Genau darauf kommt es an, wenn ein Roboter nicht nur im Labor, sondern auf Werksgeländen, im Außenbereich oder in schwierigem Gelände eingesetzt werden soll.
Mehr als der Vertrieb eines Roboters
Die neue Partnerschaft bedeutet für uns weit mehr als die Bereitstellung von Hardware. Wir wollen Roboterplattform, technische Integration und eigene Software so verbinden, dass daraus Lösungen für konkrete Aufgaben im Betrieb entstehen.
Unternehmen in der Slowakei und Tschechien möchten wir damit den Zugang zu professioneller Robotik erleichtern – von der Auswahl einer geeigneten Konfiguration bis zur technischen Einbindung in bestehende Prozesse. Entscheidend sind dabei immer die Anforderungen vor Ort: Welche Aufgabe soll der Roboter übernehmen? Welche Sensorik wird benötigt? Und wie bleibt der Mensch in die Überwachung eingebunden?
Gleichzeitig bietet die Partnerschaft eine zusätzliche Grundlage für die Weiterentwicklung von Invelogy Patrol – unserem Konzept für autonome Sicherheitsrundgänge mit mobilen Robotern, modularer Sensorik, KI und Missionsmanagement-Software.
Warum wir uns für den DEEP Robotics LYNX M20 entschieden haben
Der LYNX M20 ist ein industrieller Rad-Bein-Roboter. Auf geeigneten Flächen nutzt er seine Räder für eine effiziente Fortbewegung; seine beweglichen Beine unterstützen ihn beim Überwinden von Treppen, Unebenheiten und Hindernissen.
Laut Hersteller bewältigt die Plattform Treppen mit Stufenhöhen von bis zu 25 cm, einzelne Hindernisse von bis zu 80 cm und Steigungen von bis zu 45° unter geeigneten Bedingungen. Dabei handelt es sich um spezifizierte Grenzwerte – nicht um eine Garantie für jeden Untergrund und jede Beladung.
Mit Abmessungen von 820 × 430 × 570 mm im Stand und einem Gewicht von etwa 33–35 kg je nach Dokumentationsstand und Konfiguration verbindet der M20 kompakte Bauweise mit hoher Geländegängigkeit. Das eröffnet Einsatzmöglichkeiten, bei denen größere Robotersysteme zu unhandlich wären.
IP66: Ausgelegt für anspruchsvolle Einsatzbedingungen
In der Industrie entscheidet die Widerstandsfähigkeit häufig darüber, ob ein System im Alltag eingesetzt werden kann. Der LYNX M20 verfügt laut Hersteller über die Schutzart IP66: staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Als Betriebstemperaturbereich nennt DEEP Robotics −20 °C bis +55 °C.
Damit ist die Plattform insbesondere für Inspektions- und Sicherheitsaufgaben im Außenbereich interessant. Wichtig ist jedoch die richtige Einordnung: IP66 ist keine Freigabe für das Untertauchen in Wasser. Werden zusätzliche Sensoren, Gehäuse oder Steckverbindungen montiert, muss die Schutzwirkung der gesamten Roboterkonfiguration gesondert bewertet werden.
Technische Daten des DEEP Robotics LYNX M20
| Merkmal | Herstellerangabe |
|---|---|
| Abmessungen im Stand | 820 × 430 × 570 mm |
| Gewicht einschließlich Akku | ca. 33–35 kg, je nach Dokumentation/Konfiguration |
| Reguläre Nutzlast | 15 kg |
| Angegebene maximale Traglast | bis zu 50 kg (keine reguläre Dauer-Nutzlast) |
| Betriebsdauer / Reichweite ohne Zuladung | bis zu 3 Stunden / 15 km |
| Betriebsdauer / Reichweite bei 15 kg Zuladung | bis zu 2,5 Stunden / 12 km |
| Ladezeit eines Akkus | ca. 1,5 Stunden |
| Akkuwechsel | Hot-Swap-fähig |
| Höchstgeschwindigkeit im Labortest | bis zu 5 m/s |
| Empfohlene Betriebsgeschwindigkeit | ca. 2 m/s |
| Treppenstufen / einzelnes Hindernis | bis 25 cm / bis 80 cm |
| Maximale Steigung | bis 45° unter geeigneten Bedingungen |
| Sensorik | 2 × 96-Kanal-LiDAR, 2 × Weitwinkelkamera |
| Recheneinheit | 2 × industrielle 64-Bit-Achtkernprozessoren mit jeweils 16 GB RAM und 128 GB Speicher |
| Schutzart | IP66 |
| Betriebstemperatur | −20 °C bis +55 °C |
Die Angaben beruhen auf Herstellerdaten und beschreiben spezifizierte Werte bzw. Testergebnisse. Die tatsächliche Leistung hängt unter anderem von Untergrund, Zuladung und Betriebsmodus ab. Insbesondere dürfen die maximal genannten 50 kg nicht mit der regulären Nutzlast von 15 kg gleichgesetzt werden.
Unser nächster Schritt: Der Invelogy-Backpack auf dem M20
Bisher haben wir unseren modularen Roboter-Backpack auf Basis des Unitree Go2 entwickelt. Der Aufbau soll eigene Sensoren, Kommunikations- und Sicherheitstechnik sowie Rechenhardware aufnehmen. So wollen wir die Funktionen unserer Lösung möglichst unabhängig von den integrierten Komponenten eines einzelnen Roboterherstellers gestalten.
In der nächsten Entwicklungsphase werden wir den Backpack für den DEEP Robotics M20 anpassen und integrieren. Dafür bietet die Plattform mechanische Befestigungsmöglichkeiten sowie externe Schnittstellen. Die Stromversorgung und Anbindung zusätzlicher Komponenten müssen jedoch für die jeweilige Konfiguration ausgelegt und geprüft werden.
Unser langfristiges Ziel ist eine herstellerunabhängige Architektur auf Basis von ROS 2. Damit möchten wir autonome Missionen, lokale KI-Verarbeitung und Sicherheitsfunktionen über verschiedene kompatible Roboterplattformen hinweg weiterentwickeln, ohne bei jedem Plattformwechsel von vorne beginnen zu müssen.
Wo der M20 in der Praxis einen Mehrwert bieten kann
Potenzielle Anwendungen sehen wir beispielsweise bei Kontrollrundgängen auf Werksgeländen, technischen Inspektionen, der Überwachung von Infrastruktur und Aufgaben in schwer zugänglichen Bereichen. Mit geeigneter Sensorik und Software kann der Roboter definierte Routen abfahren, Betriebsdaten erfassen und die Fernüberwachung unterstützen.
Ob sich ein Einsatz lohnt, entscheidet aber nicht allein die Technik. Entscheidend sind ein klarer Auftrag, geeignete Routen, definierte Betriebsgrenzen, ein zuverlässiger Umgang mit Daten sowie Sicherheitsabläufe und Regeln für menschliche Eingriffe.
Der DEEP Robotics M20 ist die Plattform. Invelogy Patrol ist das System, das wir darauf weiterentwickeln möchten. Unser Anspruch ist es, leistungsfähige Robotik in praxistaugliche Lösungen für autonome Sicherheitsaufgaben und industrielle Überwachung zu überführen.
Wie es weitergeht
Als Nächstes stehen die Integration unseres Sensoraufbaus, Praxistests zur Geländegängigkeit und die Abstimmung zwischen M20-Hardware und Invelogy-Software auf dem Programm. Über konkrete Fortschritte werden wir berichten.
Sie prüfen den Einsatz mobiler Robotik in Ihrem Unternehmen? Sprechen Sie mit Invelogy über den DEEP Robotics M20, die Anforderungen Ihres Standorts und mögliche Integrationen mit Invelogy Patrol.