Ein Inspektionsroboter muss nicht nur zuverlässig von A nach B fahren. Genauso wichtig ist, was er unterwegs über seine Umgebung erfassen kann. Deshalb haben wir unseren ursprünglichen vierrädrigen SecuBot um zwei Sensoren erweitert: eine schwenkbare PTZ-Kamera mit Zusatzbeleuchtung und eine Wärmebildkamera.
Dieser Entwicklungsschritt ging über die reine Fortbewegung hinaus. Ziel war eine mobile Plattform, die sowohl Bilddaten als auch Informationen über Oberflächentemperaturen liefern kann. In den Videos weiter unten zeigen wir die Technik und einige Praxistests.
PTZ-Kamera: gezielt hinschauen, ohne den Roboter zu bewegen
Mit einer PTZ-Kamera lässt sich die Blickrichtung verändern, ohne den gesamten Roboter neu auszurichten. So kann sich die Bedienperson bei einer Inspektion gezielt auf eine Anlage oder einen bestimmten Bereich konzentrieren. Nachtsichtfunktion und integrierte Zusatzbeleuchtung helfen zudem bei schlechten Lichtverhältnissen.
Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn einzelne Anlagenkomponenten, Rohrleitungen oder schwer einsehbare Bereiche eines Betriebsgeländes überprüft werden sollen.
Wärmebildkamera: Temperaturunterschiede sichtbar machen
Als zweiter Sensor kam eine Wärmebildkamera mit einem angegebenen Messbereich von −50 °C bis +500 °C hinzu. Wärmebilder zeigen Unterschiede der Oberflächentemperatur und können Hinweise auf ungewöhnliche Erwärmung oder andere Auffälligkeiten liefern.
Mögliche Einsatzbereiche sind die Prüfung von Rohrleitungen, Schaltschränken oder mechanischen Komponenten. Ein Wärmebild allein ist allerdings noch keine Fehlerdiagnose: Für eine verlässliche Bewertung sind unter anderem die Messbedingungen, die Oberfläche und der konkrete Anwendungsfall entscheidend.

Drei kurze Videos aus Entwicklung und Praxistests
Die Aufnahmen zeigen unterschiedliche Seiten unserer vierrädrigen Plattform: die ergänzte PTZ-Kamera, den Einsatz der Wärmebildtechnik und Fahrversuche auf unebenem Untergrund.
Sensoren sind erst der Anfang
Mit jedem zusätzlichen Gerät entstehen neue technische Aufgaben: Stromversorgung, Datenübertragung, Verarbeitung und Anbindung an die Robotersoftware. Für uns waren die beiden Kameras daher weit mehr als ein Hardware-Upgrade. Sie waren ein weiterer Schritt zu einem Gesamtsystem, in dem Mobilität, Sensorik und Software ineinandergreifen.
Die Erfahrungen mit dem vierrädrigen SecuBot bildeten eine Grundlage für unsere spätere Arbeit an autonomen Robotersystemen von Invelogy. Darauf bauen wir heute bei der Entwicklung von Lösungen für Sicherheitsrundgänge und technische Inspektionen auf.
Sie möchten wissen, wie robotergestützte Inspektionen an Ihrem Standort eingesetzt werden könnten? Sprechen Sie mit unserem Invelogy-Team über Ihren konkreten Anwendungsfall.